Luftionisator Test

Der Raumluft-Ioniserer

Ein Luftionisator ist ein GerĂ€t zur Verbesserung der Raumluft. Mit einem Luftionisator werden Schadstoffe in der Luft unschĂ€dlich gemacht. Dies funktioniert ĂŒber eine Plasmabildung zwischen zwei Elektroden, die im GerĂ€t installiert sind. Das Plasmafeld zerstört in der Luft vorkommende feinste Schwebeteilchen wie gewöhnlicher Staub, aber auch Pollen. Darum kann ein Luftionisator auch bei allergischen Beschwerden eingesetzt werden. Neben der Ionisation von Schwebeteilchen werden auch GeruchsmolekĂŒle umgewandelt, sodass auch schlechte GerĂŒche verschwinden.

Ein Luftionisator kann je nach AusfĂŒhrung unterschiedliche Raumvolumen bewĂ€ltigen. Laut Angabe einiger Hersteller ist die Ionisation der Luft selbst ausreichend um einen dauerhaften Luftstrom im Ionisator zu erzeugen und damit nach und nach die gesamte Raumluft zu reinigen. Erfahrungswerte haben aber gezeigt, dass ein Luftionisator mit eingebautem Ventilator einen besseren Wirkungsgrad erzielt.
Idealerweise ist dem Ventilator noch ein Filter nachgeschaltet, der grĂ¶ĂŸere Partikel aufnimmt, da das Plasmafeld nicht alle Partikel bewĂ€ltigen kann. Ein Luftionisator mit diesen drei in Kombination arbeiteten Teilen erzeugt einen wirkungsvollen Effekt fĂŒr die Raumluft, natĂŒrlich abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe. Wie groß das GerĂ€t im VerhĂ€ltnis zum Raum sein muss beziehungsweise wie stark der Luftdurchsatz ist, hĂ€ngt von der Leistung des GerĂ€tes ab. Dabei kommt es auf die GrĂ¶ĂŸe des erzeugten Plasmafeld im Luftionisator wie auch auf die Leistung des Ventilators an. Leider werden in den Bedienungsanleitungen der GerĂ€te dazu oft keine genauen Angaben gemacht.

FĂŒr Allergiker kann ein Ionisator unterstĂŒtzend wirken. Daneben mĂŒssen aber noch weitere Maßnahmen getroffen, um einen wirkungsvollen Schutz gegen Allergie auslösende Stoffe aufzubauen. Ein weiterer Aspekt bei einem Luftionisator ist die Bildung von Ozon durch das Plasmafeld. Ozon ist in grĂ¶ĂŸeren Mengen fĂŒr den Menschen gesundheitsschĂ€dlich. Darum sollte der Luftionisator ĂŒber einen entsprechenden Filter verfĂŒgen, der das Ozon neutralisiert. Auch hier kommt es auf die GrĂ¶ĂŸe des erzeugten Plasmafeldes an.

Luftionisierer werden in den unterschiedlichsten Bauformen angeboten. Als StandgerĂ€t mit hohem Luftdurchsatz, als mittelgroßes GerĂ€t fĂŒr kleinere RĂ€ume und auch als mobiler Begleiter mit Batteriebetrieb fĂŒr die Ionisation sehr kleiner Bereiche. Welches das geeignete GerĂ€t ist, hĂ€ngt von der Form des Einsatzes ab. Aufgrund der steigenden Rate bei allergischen Erkrankungen sowie der erhöhten Schadstoffkonzentration in der Luft ist der vorbeugende Einsatz eines Luftionisators zu empfehlen.

Luftionisierer oder Luftionisator?

In OnlinegeschĂ€ften fĂŒr Allergiker oder Gesundheitsbedarf werden Luftionisierer oder Luftionisatoren beworben. Vom KleingerĂ€t, das man am Körper trĂ€gt, bis hin zum GroßgerĂ€t, das einen Raum mit Ionen zur Luftverbesserung versorgt, reicht die Palette der Angebote. Auch die Salzsteinlampe wird als Luftionisator angepriesen. Um Ionen freizusetzen, wird keine große WĂ€rme- oder Energieleistung benötigt.

Man fragt sich, woher die Ionen im Luftionisator kommen und wozu sie gut sein sollen. Die Antwort auf die zweite Frage lautet: Sie sollen die Luft verbessern. Die Frage, wie das geschieht, setzt aber weitere Fragezeichen. Ionisiert werden bestimmte MolekĂŒle oder Atome. Im Fall der Salzsteinlampe sind es SalzmolekĂŒle, die durch WĂ€rme abgeschieden werden. Ionisierte Luft ist geeignet dazu, eine Entladung oder Reinigung zu bewirken. Es entstehen dabei allerdings freie Radikale, die chemische Abbauprozesse fördern sollen. Die AusdĂŒnstungen von Chemikalien – beispielsweise aus Teppichen oder Sesselpolstern – sollen so gemindert werden. Die Technologie wird in abgewandelter Form in Kopierern oder Laserdruckern verwendet, um elektrostatische Aufladungen zu verhindern. FrĂŒhere Modelle hat man als Luftionisator im Krankenhausbereich eingesetzt. Hier wurden Ultraviolettstrahlen als Ionisierungsgrundlage benutzt. Die GerĂ€te dienten der Desinfizierung von Krankenzimmern. Ein Luftionisator wird also benutzt , wenn man Geruchspartikel in einem Wohnraum oder elektrische Aufladungen in GerĂ€ten minimieren möchte.

Der kleinste Luftionisierer mit Batteriebetrieb kann um den Hals eines allergischen oder umweltkranken Patienten gehĂ€ngt werden, der beispielsweise im Flugzeug sitzt. Er soll die Raumluft in seinem direkten Umfeld ionisieren und verbessern. Inwieweit das tatsĂ€chlich geleistet wird, ist aber kritisch zu hinterfragen. Die Wissenschaft hat bisher nicht nachweisen können, dass mehr als ein Staub bindender Effekt gegeben ist. Werbeversprechen, die bessere Raumluft oder eine Verbesserung der Gesundheit versprechen, sind also vielleicht eine Nummer zu groß angelegt. Kritisch wird auch gesehen, dass so mancher elektrische Luftionisator Ozon entstehen lĂ€sst. Über aggressive Freie Radikale wissen wir mittlerweile genug. Wir wissen unter anderem, dass sie fĂŒr uns schĂ€dlich sind. Zwar kann das Ozon geruchsbildende MolekĂŒle tatsĂ€chlich spalten. Die Frage ist aber, um welchen Preis, mit welchen Nebeneffekten und in welchem Ausmaß das geschieht.

Die Industrie verspricht beispielsweise den Abbau von unangenehm riechendem und lange im Raum hĂ€ngendem Zigarettenrauch durch Ionisierer. Dass dabei Ozon entsteht, wird natĂŒrlich verschwiegen – und dass die nebenbei entstehenden Zerfalls- oder Abbauprodukte des Zigarettenrauchs ebenfalls nicht ungefĂ€hrlich sind, auch. Darauf wies erst die Deutsche Lungenstiftung hin: Sie warnte vor dem Einsatz Ozon abscheidender GerĂ€te. Ein Luftionisator, durch den Ozon entsteht, ist kontraproduktiv. Statt die Atmungsorgane vor dem Passivrauchen zu schĂŒtzen, belasten solche Luftionisatoren die Atemwege mit zusĂ€tzlichen Aggressoren. Bevor man einen Ionisierer fĂŒr die Raumluft kauft, sollte man sich umfassend und kritisch informieren.

Letzte Aktualisierung am 6.12.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API